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Siena

Von Geheimnissen und Legenden umwoben ist die Geburt der Stadt Siena, die vielleicht von Etruskern, Kelten oder Römern gegründet wurde. Der bekannteste Mythos erzählt, dass Senius und Ascanius, die Söhne des Remus im 8. Jahrhundert vor Christus aus Rom flohen, um ihrem grausamen Onkel Romulus zu entgehen. Dabei nahmen sie die Statue der die Zwillinge säugenden Wölfin mit sich. Nach ihrer Ankunft in der Nähe des Flusses Tressa bauten sie dort eine Burg, die sie Castelvecchio nannten und um die herum die Stadt Siena entstand.

Die Weiterentwicklung der Stadt vollzog sich vor allem in der mittelalterlichen Epoche dank ihrer strategisch günstigen Lage an der wichtigsten Wegachse der damaligen Zeit - der Via Francigena, der obligatorischen Straßenverbindung nach Rom. Heute ist Siena das Ziel vor allem jener, die "kulturellen Tourismus" suchen. Als Teil des Weltkulturerbes darf die Stadt den Touristen nur von ca. 70 autorisierten Stadtführern präsentiert werden.

Wenn man durch Sienas Straßen spaziert, eröffnet sich einem ein wahres Reservat der Kunst und des Kunsthandwerks. Man sieht Läden und Werkstätten, in denen Weberinnen, Töpfer, Schmiede, Sattler und Täschner sowie Bildhauer und Maler mit der Leidenschaft und der Virtuosität vergangener Zeiten arbeiten. Sie wenden dabei Techniken an, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden

Schon zu Beginn des ersten Jahrtausends haben die Senesen die Besonderheit ihrer Hügel entdeckt: hochwertige Tonvorkommen, bestens geeignet, um Figuren und Geschirr daraus zu formen. Auch der für Siena typische warme rote Farbton der Paläste und der Plätze ist der Verwendung des senesischen Tons zur Herstellung von Backsteinen zu verdanken. Heutzutage werden neben den alten renovierten Brennöfen auch neue und modernste Brennkammern eingesetzt, um die Tradition des Keramikhandwerks zu erhalten. Typische Keramikartikel sind u.a. Krüge, Blumenübertöpfe, Leuchten und Aschenbecher, verziert mit warmen Farben, manche auch vergoldet, mit Motiven von den senesischen Hügeln oder bemalt mit den Farben der Stadt: schwarz und weiß.

Typisch sind auch die Glocken von Santa Lucia: ein "Unheilvertreiber" aus Keramik von Hand bemalt mit den Farben der Contraden (Stadtviertel). Man kauft sie traditionell am Santa Lucia-Tag in der Straße Pian dei Mantellini und schenkt sie den Kindern, weil sich dann die Dämonen des Winters von ihnen fernhalten.

In den engen Gassen der Stadt finden sich auch Textilwerkstätten, in denen mit Naturfarben kolorierte Wolle mit einem Webstuhl verarbeitet wird wie vor 500 Jahren. Oder man steht auf einmal vor einer Schmiede, in der das Eisen noch nach alten Methoden mit antiken Instrumenten bearbeitet wird. Manchmal entdeckt man auch ein Atelier, in dem auf Reproduktionen spezialisierte Maler die Werke berühmter senesischer Künstler aus der Zeit von 1200 bis 1500 unter Anwendung der Originaltechniken neu entstehen lassen.